Wie Euch bereits bekannt sein dürfte, hat die Behördenleitung des PP Köln umfangreiche Umstrukturierungen und Personalverschiebungen ab dem 01.09.2019 angekündigt. Dies war auch bereits im Kölner-Stadt-Anzeiger nachzulesen.Auch von Euch haben wir bereits etliche kritische Rückmeldungen erhalten, vor allem von Kollegen die sich Sorgen um ihre weitere Verwendung machen.

Daher fand sich der Vorstand der DPolG Köln am 16.07.2019 zu einer außerordentlichen Vorstandssitzung ein.

Wenig überraschend war der erste Tagesordnungspunkt dann auch die Personalverschiebungen und Umstrukturierungen. Zu diesem Tagesordnungspunkt wurde Fachpersonal eingeladen.

Im Ergebnis lässt sich sagen:

Der Polizeipräsident darf natürlich eine Neuorganisation durchführen, doch schon die wenig transparente Art und Weise, wurde sehr kritisch gesehen.

Es herrschte unter allen Anwesenden reger Diskussionsbedarf und es wurden viele Seiten beleuchtet.

Insbesondere war es für uns nicht nachzuvollziehen, warum eine derart massive Umstrukturierung erforderlich ist. Eine Umstrukturierung die im Ergebnis mehrere hundert Kolleginnen und Kollegin betreffen wird.

Weiterhin ist es zukünftig perspektivisch wohl für „ältere“ Kollegen schwieriger aus dem sehr belastenden Schichtdienst herauszukommen. Zudem besteht wohl noch kein Konzept, wie verwendungseingeschränkte Kollegen in Zukunft in der Direktion GE eingesetzt werden können, wenn der Bezirks- und Schwerpunktdienst massiv Stellen verliert.

Mit der Umstrukturierung müssen unter anderem Vorgaben des Innenministeriums umgesetzt werden, um den Bereich der Bekämpfung der Kinderpornografie und des Staatsschutzes zu stärken. Dies darf aber ausdrücklich nicht hauptsächlich zu Lasten der Direktion Gefahrenabwehr / Einsatz gehen. Wie bereits unserer Vorsitzender Andreas Schulten in seinem Anschreiben an alle Mitglieder ausführte, fordern wir daher mehr Transparenz und zeitnahe Konzepte, die im Interesse aller, mit allen Gewerkschaften und dem Personalrat abgestimmt werden.

Wir werden uns weiterhin für Euch einsetzen und den wohl unvermeidlichen Prozess der Umstrukturierung kritisch, aber konstruktiv begleiten.

Teilt uns bitte Eure Bedenken und Vorbehalte mit, damit wir sie prüfen, bündeln und der Behördenleitung vortragen können.

Der nächste Tagesordnungspunkt umfasste die Problematik „Setzen innerhalb der Verbindlichkeit“. Hier hätten wir uns mehr Rückmeldungen von Euch gewünscht. Es gingen zwar einige Rückmeldungen ein, wir hatten die Problematik aber schwerwiegender wahrgenommen. Hier dann auch noch einmal die ausdrückliche Bitte: Meldet Euch, wenn Euch Fälle bekannt sind in welchen bei klar vorplanbaren Einsätzen innerhalb der Verbindlichkeit gesetzt wurde!

Weiterhin haben wir über anstehende Sommer- und eine Winteraktionen gesprochen. Nähere Informationen hierzu werden bald folgen!

Abschließend wurde beschlossen, dass wir, anstatt Weihnachtsgeschenke für die Mitglieder, ein kleines Gewinnspiel veranstalten  und die großartige Arbeit der DPolG Stiftung mit einer Spende bedenken werden. 

 

Euer Vorstand der DPolG Köln