Anzahl der Straftaten geht um knapp 7 % zurück – Aufklärungsquote um 2,5 % gestiegen

14.02.2019

Dazu der Landesvorsitzende: “Das sind erstmal gute Nachrichten. Jetzt gilt es, die PKS detailliert delikts- und täterbezogen zu betrachten. Der Wohnungseinbruchsdiebstahl ist um weitere 23,4 % zurückgegangen, Sexualstraftaten sind um 9,2% gestiegen, die Straßenkriminalität ist auf einen historischen Tiefstwert.“ so Erich Rettinghaus.

„Das sind Ergebnisse, welche auf eine konsequente Sicherheitspolitik der Landesregierung und eine engagierte und motivierte Polizei mit all unseren Kolleginnen und Kollegen zurückzuführen sind.

Weiterhin gilt es insgesamt durch konsequentes Einschreiten, Straftäter dingfest zu machen und einer zeitnahen Verurteilung zuzuführen.

Das wir für die Bewältigung unserer Aufgaben mehr Personal benötigen liegt auf der Hand, dieses muss aber auch dementsprechend ausgebildet werden und steht nicht sofort zur Verfügung. Ebenso gehört dazu eine adäquate Ausstattung mit Einsatzmitteln und den erforderlichen Gesetzen, damit wir unsere Aufgaben auch entsprechend erfüllen können. Polizei muss schneller moderner und digitaler werden, die Anfänge dazu sind von der Landesregierung auf den Weg gebracht. Wir benötigen weiter neben den Smartphons, Laptops/ Tablets auf den Einsatzfahrzeugen, um Überprüfungen und Vorgänge direkt zu erledigen. Die gesamte Ausstattung muss regelmäßig auf den Prüfstand und modernisiert werden.

Wir benötigen mehr operative Kräfte sowohl in Zivil als auch in Uniform. Kriminalität muss wieder vor Ort bekämpft werden, wo sie passiert und nicht nur verwaltet wird. Kriminalitätsbekämpfung beginnt bereits mit einer präventiven Streifenfahrt, welche unter Umständen Täter von ihrer Tat abhält, aber auch mit entsprechenden Kontrollen jeglicher Art. Polizei muss sichtbar sein und auch so wahrgenommen werden.

Um unsere polizeiliche Arbeit besser und effektiver ausführen zu können, benötigen wir dringend automatisierte Kennzeichenerfassungssysteme/ Kennzeichenlesesysteme mit gleichzeitiger Auswertung in den polizeilichen Datensystemen.

Damit Straftäter nicht ungestraft davonkommen, benötigen wir ebenso die „Beweislastumkehr“. Künftig muss die legale Herkunft unnatürlich hoher Geldvermögen nachgewiesen werden. So sind Geldquellen der organisierten Kriminalität besser zu erkennen. Ermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität sind aufwendig, zeit- und personalintensiv und stets verbunden mit der Auswertung umfangreicher Informationen. Andere Länder in der EU haben bereits die Beweislastumkehr.

Täterrechte hängen in unserem Land sehr hoch, der Opferschutz muss mehr in den Focus rücken und im Zweifelsfall muss gegen einen Täter zugunsten möglicher weiterer Opfer entschieden werden.

In der PKS beleuchten wir regelmäßig lediglich das Hellfeld, also die bekannt gewordenen Straftaten. Das Dunkelfeld bleibt im „Dunkeln“. Wir benötigen in NRW eine empirische Studie zum Dunkelfeld.“

Düsseldorf, 13.02.2019

Pressemitteilung